Deutschfreiburger Heimatkundeverein

Impressionen aus den Veranstaltungen 2009/10

September 2010: GV in Schmitten

Anton Thalmann verabschiedet

Durch Akklamation haben die Mitglieder des Heimatkundevereins an der Generalversammlung in Schmitten Anton Thalmann zum Ehrenmitglied ernannt. Wie Vorstandsmitglied Charles Folly in der Laudatio festhielt, stellt diese Ehrung eine Anerkennung dar für die langjährige Tätigkeit des Kreisoberförsters aus Plaffeien als Vertreter des Sense-Oberlandes im Vorstand (von 1993 bis 2010) und als Koordinator der Arbeitsgruppe Landschaft.
Die Versammlung stimmte einem Antrag des Vorstandes für eine moderate Erhöhung der Mitgliederbeiträge in der Höhe von 5 Franken in jeder Kategorie zu. Diese erste Erhöhung seit 1999 entspricht einem Ausgleich der Teuerung in den letzten 10 Jahren, wie Co-Präsident Christian Meier erläuterte.
An der GV, die nach 1956 und 1986 wieder in Schmitten durchgeführt wurde, nahmen 71 Mitglieder des HKV statt. Die Unterlagen zur GV finden sich in der entsprechenden Rubrik (“Dienstleistungen”).

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Juni 2010: Museum Avenches

In der Hauptstadt der vier helvetischen Stämme

Kaum zu glauben, dass Aventicum, die Hauptstadt der vier helvetischen Stämme, schon im 1. Jahrhundert n.Chr. eine Einwohnerzahl von etwa 15’000 besass! Heute liegt das kleine Waadtländer Landstädtchen abseits inmitten einer noch weitgehend grünen Umgebung, unweit des Murtensees. Von der grossen römerzeitlichen Koloniestadt sind Amphitheater, Theater, Forumsthermen, Stadtmauer mit Resten von Wachtürmen und zwei Stadttoren sowie Ruinen von zwei Tempeln als sichtbare Zeugen erhalten geblieben.
Das Römermuseum, das im mittelalterlichen Turm auf dem Amphitheater eingerichtet ist, gibt anhand der Funde eine Einführung in die Geschichte dieser Stadt und einen Überblick zu Aspekten der römischen Kultur und Zivilisation allgemein, so etwa zur lateinischen Sprache, zum Münzwesen, zu den Massen und Gewichten, zu den Grossveranstaltungen in Amphitheater und Theater, zu Administration, Religion, Medizin und Grabriten. Besonders anschaulich ist das Alltagsleben dargestellt. Ein Glanzstück der Sammlung in Avenches ist die 1939 gefundene Büste des Kaisers Marc Aurel aus reinem Gold.
Die abtretende Museumsdirektorin Anne de Pury-Gysel (letztes Foto) und Museums- uns Stadtführer Matthias Weibel (Fotos 1 und 3) haben den etwa 45 Teilnehmenden nicht nur die Schätze des Museums näher gebracht, sondern auch Einblick ins Depot des Museums, zu verborgenen Schätzen ermöglicht.

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Mai 2010: Seeland-Rundreise

Natur und Landwirtschaft im Grossen Moos

Bei schönem vorsommerlichem Wetter haben sich am 8. Mai etwa 45 Personen nach Kerzers begeben. Ueli Johner (Foto 1) nahm die HKV-Ausflügler mit auf eine interessante Reise durch das Grosse Moos des Freiburger und Berner Seelands. Er liess die Geschichte dieser vielseitigen Landschaft aufleben und erläuterten die Zusammenhänge zwischen Landwirtschaft und Natur. Dabei erfuhren die Teilnehmenden einiges über den Gemüsebau einst und heute, die Sonderzone Ried mit den Gewächshäusern, die Bewässerungssysteme, die Windschutz- und Ökostreifen, das Inforama in Ins, das Brütteler Moos, die ehemalige Kanalmühle bei Treiten, die Ziegelei Fräschels, die Güterzusammenlegung, die Juragewässerkorrektionen, den Hagneckkanal und vieles mehr. Der Apéro mit Gemüse und Zopf beim Inforama in Lyss fand grossen Anklang und gab Gelegenheit zum Austausch und Fachsimpeln.

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März 2010: Kathedrale St. Niklaus

Bsuech va de Santiklouschǜucha

90 Personen haben sich am Samstagnachmittag, 13. März 2010 bei der Kathedrale St. Niklaus eingefunden, deren Besuch wieder ins Programm aufgenommen wurde, nachdem 2009 leider viele Anmeldungen nicht berücksichtigt werden konnten. Auch diesmal haben sich 120 Personen angemeldet.
Wer kennt sie nicht, unsere Santiklouschǜucha, die Kathedrale St. Niklaus in Freiburg? Die Anwesenden konnten das Wahrzeichen der Stadt einmal von einer anderen Seite kennen lernen und ihm einige Geheimnisse entlocken. François Guex vom Amt für Kulturgüter gab eine allgemeine historische Einführung, sprach über die Baugeschichte, den Eingang (Foto 1) sowie das Chorgestühl. Hermann Schöpfer, Kunsthistoriker, zeigte uns weitere Schätze der Kathedrale, insbesondere die vielfältigen farbigen Fenster (Foto 3). Mit Peter Braun, Ingenieur, stiegen wir in den Dachstock und konnten den Glockenstuhl aus der Nähe besichtigen (Foto 2). François Seydoux, Organist, erklärte uns die ältere und die neuere Orgel (Foto 4) – und verwöhnte die Teilnehmenden zum Abschluss mit einem Orgelkonzert.

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Februar 2010: Grossmutterloch Jaun

“Sonnen-Blitz” im Gastlosenschatten

Wie bereits im Februar 2009 musste die Veranstaltung, die für Samstag, 6. Februar 2010 geplant war, wegen ungünstiger Witterung auch dieses Jahr am Vorabend abgesagt werden. Ob wir es noch einmal wagen, den Weg zum Gastlosenschatten und seinem Sonnenblitz (Grossmutterloch) als Veranstaltung vorzusehen? Siehe 2011

Oktober 2009: Das Galterntal bei Freiburg

Gautera – Gottéron

Der Galternbach lieferte einst die Energie für Getreide-, Öl- und Pulvermühlen, Sägereien, Knochenstampfen – heute ist er Erholungsgebiet für Spaziergänger, Wanderer, Jogger. Gegen 30 Personen besuchten am Samstag, 10. Oktober 2009 den Unterlauf im Galterntal von Freiburg bis ca. 2 km bachaufwärts.
Anhand von Aufschlüssen im Fels gab der Geologe Jörg Häberle Erklärungen zur Entstehung der Schlucht die Ablagerung der mächtigen Sandsteinschichten vorstellen kann. Anton Thalmann, Kreioberförster, ging auf die schwierige, aufwändige und vieldiskutierte Schutzwaldpflege in diesem Schluchtabschnitt ein (Foto 2). Und Charles Folly, Co-Präsident des HKV, referierte über die gewerbliche Nutzung der Wasserenergie in den vergangenen Jahrhunderten und zeigte, was davon geblieben ist (Foto 1).

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September 2009: Ein SonntagsSpaziergang

Am Unterlauf der Ärgera

Der diesjährige Band der “Beiträge zur Heimatkunde” des HKV lädt zu 50 SonntagsSpaziergängen ein. Mit dem Verfasser Alex Schafer (Foto 1) und weiteren Autoren haben wir den Unterlauf der Ärgera entdeckt – nicht an einem Sonntag, sondern am Samstag, 5. September 2009. Unterwegs erhielten die 35 Wandernden einen Einblick in die neueste Publikation des HKV.
Gleich zu Beginn spazierten wir auf historischem Kopfsteinpflaster (Bois des Notes) und gelangen alsbald nach Villarsel-sur-Marly, einer kleiner Gemeinde, die aus verschiedenen Hofsiedlungen und Einzelhöfen besteht. Ein Naturweg führt uns zur Ärgera hinunter. Der Flusslauf ist ein Naturschutzgebiet von nationaler Bedeutung. Die unverbaute und wilde Flusslandschaft stellt für Tiere und Pflanzen einen hochwertigen Lebensraum dar. Die Ärgera ist aber auch ein beliebtes Naherholungsgebiet.

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