Deutschfreiburger Heimatkundeverein

Impressionen aus den Veranstaltungen 2008/09

September 2009: GV in Jaun

Neuer Co-Präsident

Trotz der für viele ansehnlichen Distanz haben sich 75 Mitglieder des Heimatkundevereins zur Generalversammlung in der Alten Kirche Jaun eingefunden. Das markanteste Ereignis an dieser GV ist die Ablösung von Charles Folly durch Christian Meier als Co-Präsident des Vereins. Der 1974 geborene Rechtsanwalt mit kantonalem Patent Christian Meier steht so zusammen mit dem verbleibenden Co-Präsidenten Alain Grandjean an der Spitze des Vereins, während Charles Folly dem Vorstand weiterhin angehört, allerdings ohne die bisherige Leitungsfunktion.
Nach dem statutarischen Teil konnten die Teilnehmenden wählen zwischen einer Fahrt zur Burgruine Bellawarda, einer Führung durch das Cantorama und einer Besichtigung der Firma H. Schuwey & Söhne Chaletbau (Im Fang).
Zum Ablauf der GV siehe Protokoll in den Unterlagen zur GV in Jaun.

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Mai 2009: Nutzen und Gefahren der Taverna

Wanderung im unteren Sensebezirk

Die Taverna könnte man als ein prägendes Element des unteren, östlichen Sensebezirkes bezeichnen. Das Einzugsgebiet umfasst mit 54 km2 Gebiete in den Gemeinden Tafers, St. Antoni, Heitenried, Schmitten, Überstorf und Wünnewil-Flamatt. Von der Kulturmühle in Mülital bis zur Einmündung in die Sense bei Flamatt wird sie als “untere Taverna” bezeichnet. Diesem Teil galt – bei guter Witterung – die HKV-Wanderung vom Samstag, 16. Mai 2009.
Peter Lehmann erläuterte den gut zwei Dutzend Wandernden verschiedene Aspekte des Hochwasserschutzes. Im unteren Abschnitt kam es immer wieder zu Überschwemmungen; 1956 gab es gar einen Toten. Letztmals wurde dieses Gebiet bei den heftigen Unwettern vom August 2007 von Überschwemmungen heimgesucht. Doch schon im April 2007 hat die Gemeindeversammlung dem Kreditbegehren “Hochwasserschutz untere Taverna” zugestimmt. Gewisse Massnahmen wurden bereits ausgeführt, in der nächsten Etappe ist ein Rückhaltebecken geplant.
An der unteren Taverna stehen auch mehrere Wasserkraftgebäude: Mühlen, Sägerei, Knochenstampfe. Auf dem Weg vom Bahnhof Wünnewil nach Flamatt zeigte die Familie Winzenried den Wandernden die Knochenstampfe.

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März 2009: Kathedrale St. Niklaus

Bsuech va de Santiklouschǜucha

90 Personen sind am Samstagnachmittag, 21. März 2009 der Einladung in die Kathedrale St. Niklaus gefolgt. Gern wären viel mehr gekommen, aus organisatorischen Gründen konnten aber nicht mehr berücksichtigt werden – eine Wiederholung des Anlasses wird von den Organisatoren geprüft …
Wer kennt sie nicht, unsere Santiklouschǜucha, die Kathedrale St. Niklaus in Freiburg? Welche Schätze verbergen sich in dieser Kirche? Wie wirkt sich die Luftverschmutzung auf den Sandstein aus? Wie lange dauerte der Bau? Wie sieht es im Glockenstuhl aus? Warum hat es zwei Orgeln? Wie lange dauert die laufende Renovation noch? Diese und viele weitere Fragen wurden von den Experten beantworten: Historiker François Guex vom Amt für Kulturgüter, Kunsthistoriker Hermann Schöpfer und Ingenieur Peter Braun konnten den Teilnehmenden viele Informationen zur Geschichte, zum Gebäude und seinen Einrichtungen vermitteln. Und Organist François Seydoux rundete den Anlass mit einem Orgelkonzert ab.

Februar 2009: Grossmutterloch Jaun

“Sonnen-Blitz” im Gastlosenschatten

Leider musste die Veranstaltung Anfang Februar wegen ungünstiger Witterung abgesagt werden. Vielleicht klappts ein nächstes Mal und wir können erleben, was Anton Schwartz zu Foto 81 von Michel Roggo im HKV-Band Urlandschaften schreibt: “Wir im Schatten warten geduldig, dass die Sonne uns grüsse durchs Grossmutterloch.”

Nov. 2008: Brätzele und Sammlung Pius Käser

Freiburger Brauchtum in Bösingen

Brätzele sind typische und unverwechselbare Vertreter des Freiburger Kulturgutes. Sie waren zentrales Thema der HKV-Veranstaltung vom Samstag, 15. November 2008, an der gegen 70 Personen teilnahmen. Und es finden sich auch in der Sammlung von Pius Käser mehrere “Brätzelyse”. Pius Käser aus Fendringen/Bösingen war Ehrenmitglied des HKV und Träger des Deutschfreiburger Kulturpreises, der ihm 1996 durch die Deutschfreiburger Arbeitsgemeinschaft verliehen wurde. Mit diesen Ehrungen wurden seine Verdienste für die Erhaltung des Freiburger Kulturgutes gewürdigt. Pius Käser hat mehrere Bücher und unzählige Schriften verfasst. Der am 8. Oktober 2006 Verstorbene war vor allem auch ein unermüdlicher Sammler von Freiburger Kulturgut; seine Sammlung im Soller seines Bauernhauses ist weit über die Kantonsgrenzen bekannt. Schon zu seinen Lebzeiten haben er und Pro Bösingen eine enge Zusammenarbeit gepflegt. So haben Pius Käser und seine Familie den Verein Pro Bösingen mit der Wahrung der Sammlung betraut. Heute hat die Sammlung zwei Standorte: im Soller des Bauernhauses Käser (Foto 1 und 3) und im Schaulager von Pro Bösingen (Foto 4), das die Gemeinde Bösingen dem Verein für seine Zwecke zur Verfügung stellt. Jakob Schmutz (Foto 2) und Ferdinand Schmutz von Pro Bösingen haben uns durch die Sammlung geführt.
Trudy Schmidhäusler führte in ihrem Haus in Fendringen das Brätzele vor; natürlich gabs die Gelegenheit zum Degustieren. Pius Schraner, Schmied aus Bösingen, versteht es, Brätzeleyse zu schmieden. Er wusste aus der Sicht des Schmiedes über das Brätzele zu berichten.

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September 2008: Kleine Reise der Bibera entlang

“Biber Brütschen Badende

Der diesjährige Band der “Beiträge zur Heimatkunde” des HKV ist der Bibera gewidmet; die Publikation Biber Brütschen Badende führt dem ca. 25 Kilometer langen Biberalauf entlang.
Unter der Führung von zwei der Autoren des Buches – dem in Liebistorf aufgewachsenen Geographen Pascal Aebischer (Foto 4) sowie dem Bauernhaus- und Mühlenexperten Jean-Piere Anderegg (Foto 5) – haben die gut 50 Wandernden am Samstag, 6. September 2008 einige Besonderheiten des oberen und mittleren Biberalaufs entdeckt. Alfons Blanc (Fotos 1, 6, 8) und Beat Aeberhard (Foto 8) berichteten von den Sorgen und Freuden, die sie mit der Bibera hatten und haben. Alfons Blanc, ehemaliger Ammann von Gurmels, war treibende Kraft bei der Schaffung des “Biberpfads” am oberen Lauf der Bibera; Beat Aeberhard ist Ammann von Ulmiz, das 2007 mehrfach vom Hochwasser heimgesucht wurde.

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