
Die Inventarisierung schützenswerter Objekte ist zwar eine gute Sache. Dass der Unterhalt von denkmalgeschützten Bauten gesetzliche Pflicht – gemäss Art. 23 des kantonalen Gesetzes über den Schutz der Kulturgüter – des Eigentümers ist und die örtlichen Behörden darüber zu wachen haben, wird aber allzu oft “vergessen”. Immer wieder muss der Deutschfreiburger Heimatkundeverein feststellen, dass Abbruchgesuche für geschützte Gebäude eingehen, welche damit begründet werden, dass die Bauten derart verlottert sind, dass eine Renovierung oder Sanierung nicht mehr möglich ist. Die Gebäude befinden sich aber meist in einem hoffnungslosen Zustand, weil es während vielen Jahren am nötigen Unterhalt fehlte. So darf es nicht weitergehen!
Glücklicherweise können interessante Gebäude manchmal durch den Einsatz der Eigentümer, der Architekten und der Behörden gerettet werden. Der HKV hat beispielsweise 2007 positiv Stellung genommen zum Projekt einer Neunutzung der “Grande Ferme” im Löwenberg, wo das markante Bauernhaus in die Entwicklungsplanung einer örtlichen Firma integriert wurde. Gurmels konnte sich 2005 mit der “Pfarrschür” am Tag des Europäischen Denkmals beteiligen, das dem Thema “Pflegen – Umnutzen – Weiterbauen im historischen Kontext” gewidmet war. Die Zahl der Objekte, für die man eine Neubelebung ins Auge fassen kann, ist nicht riesig, und eine genügende Nachfrage könnte durchaus bestehen. Bevor man ein Gebäude verlottern lässt, sollte man sich deshalb nach allfälligen Interessenten umsehen.
Bei Fragen zum Kulturgüter- und Denkmalschutz kann das kantonale Amt für Kulturgüter weiterhelfen. Auf Vorschlag des HKV hat Silvia Zehnder-Jörg in der kantonalen Kommission für Kulturgüterschutz Einsitz genommen.