Deutschfreiburger Heimatkundeverein

Impressionen aus den Veranstaltungen 2010/11

September 2011: GV in Schiffenen

Alain Grandjean tritt ins zweite Glied

An der Generalversammlung vom 17. September 2011 in Schiffenen haben die rund 100 Teilnehmenden den Vorstand für weitere drei Jahre gewählt. Alain Grandjean (Foto 2) ist nach 9 Jahren als Co-Präsident von diesem Amt zurückgetreten und will – als Vorstandsmitglied – insbesondere das Archiv des HKV aufarbeiten. Der bisherige Co-Präsident Christian Meier (Foto 3) bleibt an der Spitze des HKV neu als Präsident. Als neues Vorstandsmitglied wurde Silvia Zehnder-Jörg (Foto 4) gewählt.
Die GV fand nach fünfzig Jahren wiederum bei der Staumauer von Schiffenen statt, damals in den Baubaracken, diesmal am Fuss der Staumauer. Urban Achermann (Foto 5), Direktor Energieverkauf der Groupe E, präsentierte Geschichte und Bedeutung des Werks. Die GV-Teilnehmenden sowie eine ganze Reihe weitere Personen packten dann die Gelegenheit, einen Film zum Bau der Anlage vor 50 Jahren zu sehen und das Elektrizitätswerk zu besichtigen.
Die Unterlagen zur GV finden sich in der entsprechenden Rubrik (“Dienstleistungen”). Auf dieser Website finden Sie auch weitere Informationen zum Schiffenenkraftwerk.

Schiffenen-1Schiffenen-2Schiffenen-3Schiffenen-4Schiffenen-12Schiffenen-5Schiffenen-10Schiffenen-11Schiffenen-6Schiffenen-7Schiffenen-9Schiffenen-Vorstand

Verleihung Landschaftspreis 2011

Ein Vorreiter und ein Wegbereiter

Am 18. Juni 2011 verlieh der HKV in Ulmiz – nach 2004 und 2006 – zum dritten Mal den Deutschfreiburger Landschaftspreis. Preisträger sind Hansruedi Schlegel (Fotos 5 und 14) und die Bodenverbesserungsgenossenschaft Ulmiz, vertreten durch ihren Präsidenten Beat Aeberhard (Fotos 5 und 15). Im Rahmen der Güterzusammenlegung haben beide ausserordentliche Verdienste am Gelingen eines vorbildlichen ökologischen Vernetzungsprojektes. In seiner Laudatio bezeichnete Marius Achermann (Foto 4) Hansruedi Schlegel als Vorreiter und Beat Aeberhard als Wegbereiter für das ökologisch herausragende Projekt.
Für weitere Informationen sei verwiesen auf die Medienmitteilung und die Broschüre.

landschaftspreis-11_01landschaftspreis-11_02landschaftspreis-11_03landschaftspreis-11_04landschaftspreis-11_05landschaftspreis-11_06landschaftspreis-11_08landschaftspreis-11_07landschaftspreis-11_09landschaftspreis-11_10landschaftspreis-11_11landschaftspreis-11_12landschaftspreis-11_13landschaftspreis-11_14landschaftspreis-11_15

Imkerei im Sensebezirk

Das Gold der Bienen

Bienen sind faszinierende Lebewesen. Dies konnten die Teilnehmenden an der HKV-Veranstaltung vom 28. Mai 2011 erfahren. Die Bienen liefern uns nicht nur flüssiges Gold in Form von Honig und weiteren Produkten. Da Bienen in erheblichem Masse zum Erhalt von Wild- und Kulturpflanzen und zu deren Erträgen beitragen, ist auch ihre ökologische Bedeutung beträchtlich. Bienen zählen weltweit zu den wichtigsten Bestäubern.
Rund dreissig Personen folgten der Einladung des HKV. Vom Gemeindehaus in Überstorf spazierte die Gruppe zum Bienenhaus von Marcel Schmutz. Während die eine Hälfte das Innere des Bienenhauses erkundete, folgte die andere draussen interessiert den Ausführungen von Franziska Ruprecht, Präsidentin des Imkervereins Sense, und degustierte verschiedene Honigsorten. Anschliessend wanderte die Gruppe durch das Moos zum Weiler Silberrad. Hier wurde ein mobiler Bienenstandort besichtigt. Bei einem abschliessenden Zvieri konnten auch die letzten Fragen geklärt werden.

Imkerei-1Imkerei-2Imkerei-3Imkerei-4Imkerei-5Imkerei-5

Bildungsstadt – Stadtbildung

Bildung im Perolles

Freiburg ist die Bildungsstadt schlechthin: Nirgendwo anders in der Schweiz ist die Dichte an Studenten so gross. Wie der Grundstein dazu gelegt wurde und wie sich die Bildungsstadt heute weiter entwickelt, erfuhren die gegen 40 Personen, die am Samstag, 2. April 2011 der Einladung des HKV auf die Perolles-Ebene folgten. In seinem historischen Überblick erzählte Alexis Maeder (Foto 1), HKV-Vorstandsmitglied und Architekt, von den Ereignissen und den visionären Persönlichkeiten, die vor über 100 Jahren Entscheidendes für die Entwicklung der Stadt Freiburg geleistet haben: von Ingenieur Guillaume Ritter und Staatsrat Georges Python. Eindrücklich wurden dabei die Zusammenhänge und die Auswirkungen dieser ersten Bautätigkeit auf die heutige Entwicklung der Bildungsstadt im Pérolles dargelegt. Anschliessend führten Architekten und Fachkundige in drei Gruppen durch den Campus: Die Architektin Katrin Urwyler (Foto 9) präsentierte die sich im Bau befindende Lehrwerkstätte Freiburg EMF; Myriam Vial (Foto 2 und 3) vom Eikon EMF zeigte das für die neue Nutzung (Multimedia-Ausbildung) renovierte und umgebaute historische Gebäude der alten Mehlfabrik; Architekt Michael Schmid (Foto 6 und 7) erklärte die planerischen Überlegungen, die 2001 bis 2005 im Neubau der Universität Perolles 2 umgesetzt wurden. Der HKV hat zur Veranstaltung auch ein Faltblatt erstellt.

perolles-7Perolles-2Perolles-3Perolles-4perolles-7Perolles-5perolles-8perolles-9Perolles-6

“Sonnen-Blitz” im Gastlosenschatten

Wunderbare Wetterverhältnisse

Ronny Mast beginnt seinen Film „Bergwild im Jauntal“ mit der Sonne, welche durchs Grossmutterloch scheint – ein bezaubernder und begeisternder Moment! Unter der Führung von Ronny Mast (Foto 5) und Walter Vonlanthen (Foto 3), Mitglied der Veranstaltungsgruppe des HKV, machten sich kurz nach 8 Uhr in der Früh 35 Personen auf den Weg, um das Naturschauspiel zu erleben. Die Wettervorhersagen versprachen ein hochdruckbestimmtes Wochenende. Nachdem die Veranstaltung in den zwei letzten Jahren wegen des Wetters verschoben werden musste, warteten diesmal perfekte Wetterverhältnisse auf die Teilnehmenden – einzig die Schneeschuhe wurden vergeblich mitgeführt, da der Weg mit gutem Schuhwerk erwandert werden konnte.
Der Weg führte übers Aspi, Chli- und Gross-Rüggli zum Chli-Sattel, der sich über dem Stillwasserwald und vis-à-vis der majestätischen Gastlosen mit dem gut sichtbaren Grossmuttersloch befindet. Nach einer rund zwei Stunden dauernden Wanderung und einer kühlen Wartepause wurden die Teilnehmenden für die Anstrengungen belohnt. Erst gabs zwar noch etwas Verwirrung: Die fünf Meter breite und 20 Meter hohe Felslücke erhellte sich durch den Kondensstreifen eines Flugzeugs. Doch kurz darauf: Die Sonne blickte durch den Berg. Ein Moment zum Luftanhalten – und fürs Fotoshooting. Für die wärmenden Sonnenstrahlen während der anschliessenden Mittagspause waren alle dankbar.

Jaun-01Jaun-02Jaun-03Jaun-04Jaun-05Jaun-06Jaun-07Jaun-08Jaun-09Jaun-10Jaun-11Jaun-12

Besuch der Abteikirche Payerne

Grösste und am besten erhaltene romanische Kirche der Schweiz

Die 910 im Burgund gegründete Benediktiner-Abtei Cluny kann dieses Jahr ihr 1100-jähriges Bestehen feiern. Der HKV nimmt dieses Ereignis zum Anlass, der Abteikirche von Payerne einen Besuch abzustatten – der grössten und am besten erhaltenen romanischen Kirche der Schweiz. Dieses Kloster ist mit der Geschichte des Kantons Freiburg verbunden: So hat hatte das Kloster durch königliche Schenkungen unter anderem auch Besitztümer in Bösingen und Kerzers.
Hans Bommer aus Payerne führte die knapp 40 Teilnehmenden durch die Abbatiale und machte auf viele interessante Details aufmerksam, etwa die Fresken und das Kirchenschiff. Die beeindruckenden Proportionen und der besondere Glanz der Steine begeisterten. Siehe auch Presseschau.
Nach der Veranstaltung fand in der Abbatiale ein Konzert statt, das in der benachbarten reformierten Kirche seine Fortsetzung fand. Nach dem Orgelkonzert waren die Besucher noch zu einem Apéro eingeladen.

Payerne-1Payerne-2Payerne-3Payerne-4Payerne-5Payerne-6Payerne-7Payerne-8

Muntelier und seine Uhrenindustrie

Geschichte und Geschichten rund um die Uhrenindustrie

Bei schönstem Wetter konnte der HKV 60 Teilnehmende vor dem Pavillon der Gemeinde Muntelier begrüssen. Gewidmet war der Anlass der diesjährigen Publikation „Zeitgeschichten: Das Dorf Muntelier und seine Uhrenindustrie“. Urs Haenni, Buchautor (siehe Fotos, in Blau), lud nach einer kurzen Information über das Buch zum Dorfspaziergang ein. Dieser führte entlang der Seepromenade ins Dorf Muntelier. An bedeutenden Plätzen der Vergangenheit erzählte Urs Haenni die dazu passende Legende oder wahre Geschichte. So erfuhr man etwas über das Kramerhaus, wo das erste Uhrenstein-Atelier beheimatet war, folgte dem ehemaligen Bachbett des Muntelierbachs, der unter der Uhrenfabrik „Montilier-Watch“ durchfloss, besuchte das Grab von Max Fasnacht, dem letzten Uhrmacher von Muntelier, hielt vor dem Weinkeller des ehemaligen Portiers der Uhrenfabrik an, betrachtete das einstige Fabrikgelände, wo heute das „Marcoup-Quartier“ steht, und das Haus des ehemaligen „Café de l’Industrie“, wo die Fabrikarbeiter oft den ganzen Lohn umsetzten. Zurück im Pavillon wurden Auszüge aus dem Film „L’eau qui fait des bulles“ vorgespielt, der in den 60er Jahren am Ufer des Murtensees, im Städtchen Murten und in der ehemaligen Uhrenfabrik von Muntelier gedreht wurde. Abschliessend präsentierte Markus Rubli, Mitautor der Publikation, eine Auswahl aus seiner umfangreichen Uhrensammlung und wusste über einige Exemplare Interessantes zu berichten. Auch unter den Gästen wusste die eine oder andere Person aus vergangener Zeit zu berichten oder brachte sogar eine Uhr zur Begutachtung mit.

Deutschfreiburger Heimatkundeverein | Postfach 431 | 1701 Freiburg | Tel. 026 / 347 12 14 | info@heimatkundeverein.ch