Deutschfreiburger Heimatkundeverein

Windenergieanlagen: Ja, aber

Für alternative Energien, aber auch für den Schutz der Landschaft

Der Deutschfreiburger Heimatkundeverein ist der Meinung, dass eine ausreichende, verlässliche und nachhaltige Energieversorgung gewährleistet sein soll, und unterstützt deshalb grundsätzlich die Gewinnung von alternativen Energien. Der HKV hat aber Vorbehalte beim Bau neuer Anlagen an bisher nicht genutzten Orten mit bedeutendem Landschaftswert. Er sorgt sich ob der Zunahme der Projekte für Windenergieanlagen und Windenergieparks im Voralpen- und Alpengebiet und hat sich intensiv mit dem Thema Windenergie auseinandergesetzt. Um seine Position festlegen zu können, hat der HKV unter anderem im Februar 2008 in Tafers eine Podiumsdiskussion durchgeführt, an der Spezialisten und Interessenvertreter vor einem grossen Publikum Red und Antwort standen. Der Vorstand besuchte zuvor ebenfalls den Windpark auf dem Mont-Crosin im Berner Jura.

Grundsätzlich Ja zum Windpark auf dem Schwyberg

Dem Heimatkundeverein ist klar, dass die Erstellung von 9 Windenergieanlagen mit Masten von weit über 100 Metern Höhe und deren Betrieb mit 40 Meter langen Rotoren auf einem von weit her sichtbaren Bergrücken einen erheblichen Eingriff in die Landschaft darstellen. Er erachtet es jedoch als falsch, wenn die Region auf alternative Energien verzichten würde, die weltweit berechtigterweise Aufschwung erleben. Sich lediglich auf den Bezug von Strom ausserhalb der Region und nicht nachhaltiger Herkunft abzustützen, wäre aus Naturschutzsicht bedenklicher. Der HKV glaubt auch, dass Windenergieanlagen als Symbole für ökologische Produktion weniger störend empfunden werden. Wenn die weiteren Abklärungen und Planungen positiv verlaufen, kann der HKV hinter einem Windpark auf dem Schwyberg stehen.

Vorerst keine weiteren Windparkprojekte

Der HKV vertritt die Ansicht, dass neben dem Schwyberg vorerst keine weiteren Windparks geplant und bewilligt werden sollen. Selbst bei einem Ja zur Windenergie sind genau definierte Spielregeln vonnöten. Es soll nicht so sein, dass wir in den kommenden Jahrzehnten einen Wildwuchs von Masten und Windrädern im ganzen Voralpengebiet und im Jura haben. Vielmehr sollen mit dem Windpark auf dem Schwyberg Erfahrungen gesammelt werden. Diese Erkenntnisse sollen anschliessend Grundlage für die Beurteilung allfälliger weiterer Windparkzonen und Projekte bilden. Damit sollten bei schlechter Akzeptanz der Anlagen die Folgen eines übereilten Vorgehens vermieden und so auch die Landschaft geschont werden. Zur Politik des Kantons in diesem Dossier begrüsst der HKV, dass ein Projekt im Naturschutzgebiet Niremont (2009) nicht zugelassen wurde.

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