Deutschfreiburger Heimatkundeverein

Kleinwasserkraftwerke: Ja, aber

Einen Boom in den Griff bekommen

Mehr als neunzig Prozent der Fliessgewässer sind in der Schweiz bereits genutzt. Der Kanton Freiburg trägt mit den grossen Saane-Stauseen Schiffenensee und Greyerzersee und weiteren kleineren Werken zur Wasserkraftnutzung in der Schweiz massgeblich mit bei. Heute läuft aber in der Schweiz ein Boom: Rund 500 neue Kleinwasserkraftwerke mit maximal 10 Megawatt Leistung wurden in den letzten Jahren gebaut oder sind in Planung. Ausgelöst hat diesen Boom die so genannte kostendeckende Einspeisevergütung (KEV), die 2007 vom Bundesparlament beschlossen wurde und seit Anfang 2009 in Kraft ist. Die KEV soll die umweltfreundliche Stromproduktion aus erneuerbaren Energien fördern – Projekte, die nicht rentieren würden, erhalten finanzielle Unterstützung.

Für alternative Energien, aber auch für den Schutz der Landschaft

Der Deutschfreiburger Heimatkundeverein ist der Meinung, dass eine ausreichende, verlässliche und nachhaltige Energieversorgung gewährleistet sein soll und unterstützt deshalb grundsätzlich die Gewinnung von alternativen Energien. Dem HKV bereitet der Boom beim nicht sonderlich ergiebigen Kleinwasserkraftwerkebau aber Sorgen. Die Interessen von Natur- und Landschaftsschutz müssen dabei unbedingt berücksichtigt werden. Gefordert sind insbesondere die kantonalen Behörden.

Nein zur Nutzung der Sense

Der HKV fordert, dass der Kanton genau vorgibt, welche Gewässer in welchen Abschnitten mit Kleinwasserkraftwerken genutzt werden können. Auf die Nutzung der Sense soll dabei aber ganz verzichtet werden. Sie ist aus Sicht von Natur- und Landschaftsschutz wahrscheinlich der bedeutendste Fluss des ganzen Schweizer Voralpenraumes, da sie in weiten Strecken fast unberührt geblieben ist. Zudem ist sie ein Wahrzeichen des Sensebezirks und Deutschfreiburgs.

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