
In vielen Dörfern Deutschfreiburgs gibt es Ideen, Forderungen und Planungen von Umfahrungsstrassen. Hunderte von Millionen Franken würden mit all diesen Umfahrungsstrassen verbaut. Der Deutschfreiburger Heimatkundeverein versteht zwar die Klagen der Anwohnerinnen und Anwohner und teilweise auch der Verkehrsteilnehmenden, die sich aus den viel befahrenen und oft verstopften Strassen ergeben. Es ist aber eine Tatsache: Mehr Strassen bringen mehr Verkehr. Wo es möglich ist, sollte deshalb unbedingt auf die Alternative des öffentlichen Verkehrs gesetzt werden. Oft beseitigt man zwar mit den riesigen Investitionen ein Problem, schafft aber gleichzeitig neue: Viel Land am Ortsrand wird verbaut, Wohnsiedlungen und Naturschutzgebiete werden belastet, zusätzlicher Verkehr wird angezogen und Geschäfte an der Durchfahrtsstrasse werden von der Kundschaft abgeschnitten.
In der Diskussion über den Projektierungskredit für die Umfahrung von Düdingen hat der HKV eine beobachtende Stellung eingenommen. Er hat sich nicht an der Pressekonferenz beteiligt, die die Umweltschutzorganisationen kurz vor der Grossratsdebatte organisiert hatten. Der HKV vertritt aber seine Position, die er schon 2007 in seiner Stellungnahme zur Agglomeration eingenommen hat, wonach den Düdinger Mösern als Naturschutzobjekt von nationaler Bedeutung die nötige Aufmerksamkeit zu widmen ist. Ein Strassenbau würde den unterirdischen Wasserhaushalt der Möser bedrohen.