
Deutschfreiburg verfügt – wie die Schweiz insgesamt – nicht über viele Bodenschätze, insbesondere der Kiesabbau ist von Bedeutung. Dass dieses schwere Material nicht von auswärts herangefahren wird, macht für den Deutschfreiburger Heimatkundeverein Sinn. Aber der Abbau ist – zumindest über eine gewisse Zeit hin – nicht ohne Einwirkungen auf die Natur und die Landschaft zu machen. Deshalb ist er nur an den bestens geeigneten Stellen und mit flankierenden Massnahmen zu akzeptieren.
Der Heimatkundeverein fordert (etwa 1994 bei der Vernehmlassung zum Richtplan und 2009 zum Sachplan/Teilrichtplan für Materialabbau), dass grundsätzlich nicht mehr als ein Kiesvorkommen in der selben Region ausgebeutet wird. Eine neue Grube darf zudem erst dann eröffnet werden können, wenn die bisher betriebene stillgelegt und die Wiederherstellungsarbeiten an die Hand genommen werden.
Der HKV hat 2009 zum Sachplan/Teilrichtplan für Materialabbau in Deutschfreiburg Stellung genommen, wobei er zwar grundsätzlich das neue Evaluationssystem begrüsste, aber an verschiedenen Stellen einen möglichen Abbau als problematisch ansah. Er sprach sich im Sinne des Landschaftsschutzes konkret gegen einen Abbau an folgenden Orten aus: Beniwil (Alterswil), Zirkels und Lochgrabe in der Nähe des Weilers Lanthen (beide Gemeinde Schmitten) sowie Ettiwil (St. Ursen).
Nachdem der Sektor Sonnenberg zwischen den Gemeinden Kerzers und Fräschels 2009 als zu erhaltende Ressource betrachtet wurde, stuft der neue Sachplan Materialabbau, der im Januar 2011 präsentiert wurde, das Gebiet als “vorrangig abbaubaren Sektor” ein. Damit wäre eine Ausbeutung in den nächsten 15 Jahren möglich. Dass der Sektor Biberenacher (Gemeinde Gurmels) nicht mehr für den Abbau vorgesehen ist, begrüsst der Heimatkundeverein. Der HKV wird die weitere Entwicklung im Auge behalten.